Ein recht neuer Weg, an Rezensionen zu kommen, ist die Erstattung des Kaufpreises. Seller sprechen dazu gezielt Rezensenten an und bieten an, dass ein Produkt gekauft und der Preis anschliessend erstattet wird - meistens via PayPal. Im Gegenzug soll dann eine Rezension erstellt werden. Diese Praktik verstösst jedoch gegen die Amazon Richtlinien und birgt auch noch ein paar andere Risiken.

Preis-Erstattung = Bezahlte Rezension = Verboten!

Amazon selbst hat zu dieser Kostenerstattung bereits direkt Stellung bezogen - und wer Amazon weiss, der weiss auch, dass das nicht sehr oft geschieht. Amazon sah es aber wohl als nötig an, diese Vorgehensweise direkt zu kommentieren, und die Äußerung dazu ist eindeutig: Erstattet ein Händler einem Rezensenten

den Kaufpreis, dann wird die Rezension als "bezahlt" angesehen. Das zieht nach sich, dass damit die Amazon Richtlinien verletzt werden. Amazon droht sogar ganz konkret damit, Rezensenten zu verklagen, die eine solche Praktik eingehen. Seller dürften glimpflicher wegkommen, aber selbst eine Löschung der Rezension oder sogar eine Sperrung des Seller-Accounts wäre schmerzhaft. Wir empfehlen deshalb dringend, solche Vorgehensweisen zu vermeiden.

Auch wettbewerbsrechtlich kritisch

Damit solche Rezensionen nicht von Amazon als "bezahlt" erkannt werden, lassen viele Rezensenten dann auch den Zusatz im Text weg, dass es sich um ein kostenloses oder preis-reduziertes Produkt gehandelt hat. Das allerdings verstösst dann wiederum gegen das deutsche Wettbewerbsrecht und ist Abmahnfähig. Schnell können 4-stellige Strafzahlungen fällig werden - und das alles nur für eine billige Tasche oder einen Quadrocopter, der bei Prozess-Beginn dann schon lange in der Mülltonne liegt :-) Wem es das wert ist, dem wünschen wir viel Glück, allen anderen raten wir zu einem Vorgehen, das konform ist mit geltendem Recht und den Amazon-Richtlinien :-)