Vor mehr als einem Jahr schlug Amazon in den USA mächtig auf die Pauke. In einem der ersten Schritte gegen Fake-Reviews (was immer das nun heissen mag), wurde verlautet, man habe mit Hilfe der Plattform Fiverr Tausende(!!) von Rezensenten verklagt, die auf der Job-Plattform Fiverr das Schreiben von Kundenrezensionen gegen Geld angeboten hatten. Alle Welt verfiel in Schockstarre und man erwartet viel großes Getöse und schlimme, schlimme Urteile.

Amazon Bewertungen bei Fiver.... und nun?

Nach einem Jahr Bilanz ziehen, kann man sagen: Das ganze ging vermutlich aus wie das berühmte Hornberger Schiessen... nämlich ohne große Prozesse, ohne Medienwirksame Auftritte und ohne Verurteilungen. Zumindest ist darüber nichts bekannt und es ging wohl vielmehr darum, Angst und Schrecken zu verbreiten, als einzelne Nutzer vor den Richter zu zerren. Es ist ohnehin fraglich, was dabei herausgekommen wäre. Denn das Schreiben von Rezensionen gegen Geld ist nicht mal verboten, zumindest nicht in Deutschland. AMAZON verbietet es zwar in seinen Richtlinien, aber die sind bei einem Rechtsstreit nicht für eine Verurteilung heranzuziehen, wenn ansonsten geltendes Recht eingehalten wurde. D.h. Amazon kann betreffende Nutzer zwar ausschliessen, aber nicht darauf hoffen, dass diese rechtskräftig verurteilt werden.